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Wenn Sie eine neue Stelle antreten, sind ihnen Unternehmenskultur und Mitarbeiter fremd.

Der erste Eindruck zählt

Sie kommen in ein fremdes Umfeld und treffen auf Arbeitskollegen, die oft schon seit Jahren zusammenarbeiten und sich gut kennen. Und von diesen Kollegen werden sie gerade in den ersten Tagen sehr aufmerksam „begutachtet“, denn jeder möchte sich ein Bild von Ihnen machen: Wie ist der oder die Neue?

Entsprechend wichtig ist es für Sie, in den ersten Tagen einen guten Eindruck zu hinterlassen, so dass bei den neuen Kollegen der Eindruck entsteht: Das ist eine Person, mit der ich gerne zusammenarbeite. Einige Tipps, wie Ihnen dies gelingt.

Tipp 1: Offen auf die neuen Kollegen zugehen

Dass Sie am ersten Tag unsicher sind, ist normal. Geben Sie Ihrem Herzen trotzdem einen Stoss und gehen Sie auf alle Leute, denen Sie zum Beispiel vorgestellt werden, aktiv zu – selbst wenn sie sich hinter ihrem Schreibtisch verbarrikadieren. Geben Sie ihnen die Hand, sagen Sie ihnen, wer Sie sind und eventuell: „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit. Sie können mir sicher viel erklären.“ Das macht einen guten ersten Eindruck.

Tipp 2: Augen und Ohren aufsperren

In jedem Betrieb gibt es eine Vielzahl oft ungeschriebener Regeln; des Weiteren ein feines Geflecht von Beziehungen, die aus keinem Organigramm hervorgehen. Fahren Sie also Ihre Antennen aus. Nehmen Sie Ihr neues Umfeld sensibel war.

Achten Sie zum Beispiel darauf: Wie sehen die Schreibtische der Kollegen aus? Wer ergreift, wenn mehrere Personen zusammenstehen, das Wort? Und: Wer kann mit wem? Das hilft Ihnen zu vermeiden, dass Sie unbewusst in Fettnäpfchen treten.

Tipp 3: Fragen, fragen und nochmals fragen

Wer neu ist, kann noch nicht alles wissen. Das erwartet auch niemand von Ihnen. Was Ihre neuen Kollegen jedoch zu Recht erwarten ist, dass Sie sich für die Arbeit interessieren. Stellen Sie also Fragen. Zum Beispiel: Wie ist die Ablage strukturiert? Was soll ich tun, wenn ich etwas brauche?

Erkundigen Sie sich auch nach solchen Dinge wie: Ist es üblich, dass der Neue einen Einstand gibt? Wie ist das hier mit dem Kaffee geregelt? Wer räumt die Spülmaschine ein und aus? Denn gerade an solchen Kleinigkeiten entzünden sich oft Reibereien.

Tipp 4: Interesse für die (Arbeit von) Kollegen zeigen

Jeder Mensch freut sich, wenn sich andere Personen für ihn interessieren. Gehen Sie deshalb, wenn hierfür Zeit und Musse ist, auf Ihre Kollegen zu und sagen Sie zum Beispiel: „Mich interessiert, was Sie machen. Können Sie mir das mal erklären?“ Und wenn Ihnen Ihre Kollegen dies erklären, dann lassen Sie auch mal ein Lob einfließen: „Das ist ja super, wie schnell Sie tippen.“ Oder: „Ihre Arbeit ist ja sehr interessant.“

Über solche Feedbacks freut sich jeder, und Sie haben wieder einen Pluspunkt gesammelt. Auch private Fragen sind erlaubt. Steht zum Beispiel ein Kinderfoto auf dem Schreibtisch? Dann können Sie durchaus fragen: „Ist das Ihre Tochter? Die ist aber herzig.“

Tipp 5: Einsatz und Hilfsbereitschaft signalisieren

Wer hilfsbereit ist, ist immer gern gesehen. Bieten Sie deshalb Kollegen Ihre Unterstützung an, wenn diese gerade im Stress sind. Übernehmen Sie zum Beispiel die Dateneingabe oder den Gang zum Kopierer. Und abends, wenn der Feierabend naht? Dann machen Sie sich nicht einfach aus dem Staub. Fragen Sie Ihre Kollegen und insbesondere Ihren Chef zuvor: „Ist noch was zu erledigen, oder kann ich gehen?“

Tipp 6: Suchen Sie den persönlichen Kontakt

Verstecken Sie sich nicht an Ihrem Arbeitsplatz, sondern zeigen Sie sich. Angenommen Sie haben eine Frage an einen Kollegen in der Nachbarabteilung oder Sie möchten ihm eine Info zukommen lassen. Dann versenden Sie nicht stets interne E-Mails. Greifen Sie auch mal zum Telefon.

Oder noch besser: Schauen Sie bei ihm vorbei. Und Mittags, in der Mittagspause? Auch dann sollten Sie sich in der Startphase nicht separieren. Gehen Sie in das Personalrestaurant, denn dort können Sie mit den Kollegen „Small Talken“ und erfahren so viel über sie und den Betrieb.